Linie Egmar

Egmar

Quelle Abb: Armin Krämer

Eine Bank von Anfang an!

Richtig bekannt wurde die Egmar-Linie erst durch den Egmar-Enkel Egel und dessen beiden Spitzenvererber-Söhne Egol und Erfurt. Egol stammt dabei aus der herausragenden Holb-Tochter Tolba, von der damals elf Söhne in Prüfung gingen.
Egol konnte vor allen Dingen bei der Verbesserung der Milchleistung und den guten Doppelnutzungseigenschaften glänzen. Probleme traten gehäuft bei der Euter- und Fundamentvererbung auf. Erfurt dagegen bestach durch seinen enormen Rahmen und war auch als Altstier auf den Bullenparaden des BVN noch eine imposante Erscheinung.
Zu den bekanntesten Nachkommen von Egol zählen Eilig, Einser, Engadin und Enrico.
Eilig ähnelte bei den Vererbungsmerkmalen dabei seinem Vater am meisten durch eher schwache Fundament- und Eutervererbung. Durch seine hohe Milchmengenvererbung und das gute paternale Kalbeverhalten war er jedoch sehr beliebt.
Von Engadin wurden relativ viele Söhne geprüft, sodass über seinen besten Sohn Endo und dessen Nachkommen wie Enchilada der Fortbestand durchaus gesichert ist.
Enrico ist der wohl stärkste Exterieurvererber unter den Egol-Söhnen und wird über seinen Sohn Ettal und dessen Nachkommen wie Escobar und Escorock auch weiterhin Verbreitung finden.
Der bekannteste Vererber des Erfurt-Astes ist Ermut, der sehr leistungsstarke Tiere hervorbrachte. Sein bekanntester Nachkomme jedoch ist Everest, der aus einer der besten Winnipeg-Töchter stammt und mit dem damaligen Höchstpreis von 80.000 € für Aufsehen sorgte. Die ersten Söhne von ihm sind bereits in Prüfung und es werden noch weitere folgen. Ein interessanter Everest-Nachkomme ist Evergreen, der mit guten genomischen Zuchtwerten glänzt. Aber auch Empathie (MV: Vanstein) und Empire (MV: Samut) sind gern eingesetzte sehr gute Ermut-Söhne, sodass der Fortbestand des Erfurt-Astes, auch bereits durch Enkel im Prüfeinsatz abgesichert ist.
Auf der Mutterseite ist Egmar-Blut bei sehr prominenten Kühen vertreten. An vorderster Stelle ist hier die Mutter des Jahrhundertbullen Romel zu nennen, die Egel-Tochter Walenda. Auch Ilion stammt aus einer Erfurt-Tochter und Vanadin, Harvestin und Zaspin haben eine Engadin-Tochter zur Mutter. Vor allem Engadin und Eilig findet man häufig im Pedigree genomischer Jungstiere, weswegen man sich um den Fortbestand der Egmar-Linie kaum Sorgen machen muss.