Linie Haxl

Haxl I

Haxl - Hassan 38

Haxl - Hassan 38

Quelle Abb: Armin Krämer

Früher der große Star, heute fast verglüht!

Haxl wird auch als Vater der Fleckviehzucht bezeichnet, weil kein anderer Vererber die heutige Fleckviehpopulation stärker beeinflusst hat. Er weist bei den weiblichen Zuchttieren den höchsten relativen Genanteil auf, jedoch gibt es kaum mehr Stiere aus der direkten Haxl-Linie.
Haxl selbst bestach durch seine perfekte Exterieurvererbung sowie die herausragende Fitness.
Von Haxl selbst wurden damals 39 Söhne angekauft, darunter Haxitus, Haller, Hassan 19, Hassan 38 und Haxan, von denen jeweils wieder 40 bis 50 Söhne eingestellt wurden. Haxl war damit der Dominator in den 70er- und 80er-Jahren bei der direkten Linienführung.
In den Folgejahren jedoch stagnierte die Weiterentwicklung bei der direkten Linienführung, was dazu führte, dass nur noch über den Seitenast Hassan 38 männliche Nachkommen vorhanden sind. Über Loner und Lotus konnte man die direkte Linienführung von Haxl bis ins 21. Jahrhundert retten.
Lotus hatte mit Schwächen in der Euterqualität und bei der Nutzungsdauer zu kämpfen, was sich auch heute noch teilweise bei seinen Nachkommen zeigt und der Grund für die geringe Anzahl an männlichen Nachkommen ist.
Über Lotarry und Leon gelangt man zu dem aktuellsten Vererber dieser Linie, nämlich Lexus, der mit guten Euter- und Milchmengenzuchtwerten Hoffnung macht. Aber auch von ihm sind kaum gut typisierte Nachkommen vorhanden.
Ein anderer Ast, über den Haxl-Blut noch vertreten ist, geht über Lombard, Lom und Losam, die sich durch kleine, drüsige Euter und gute Fundamente auszeichnen. Als nachkommengeprüfter Losam-Sohn sei Losone angeführt, der mit sehr guten Fitnesswerten, bei eher nachteiliger Melkbarkeit vor Allem für schnell-melkende Kühe einen passenden Anpaarungspartner darstellt.
Von Losam gibt es auch einige hoffnungsvolle genomische Jungstiere wie Losangeles, Losl, Loslegen, Lost, Lostein und Losung. Mit Lohengrin ist sogar schon ein sehr vielversprechender Losam-Enkel eingestellt. Dies macht Hoffnung, dass der Fortbestand der direkten Linienführung doch noch gerettet werden kann.
Auf der Mutterseite stellt sich ein ganz anderes Bild dar, denn Haxl-Blut ist bei vielen großen Fleckviehvererbern vorhanden, darunter Horwein aus einer Haxl-Tochter, GS Malf aus einer Half-Tochter, Rumba geht auf Hassan 38 zurück, Streif stammt aus einer Haxl-Tochter und Streif-Sohn Streitl hat durch Muttersvater Hartl zusätzlich noch Blutanschluss. Der bekannteste Vertreter ist Romen der dreimal Haxl-Blut führt. Aktuelle Vererber mit Haxl-Blut sind z.B. Manton (MV.: Lorint), Intension (MV.: Losam) und Weltspitze (MV.: Leon)


Quelle Abb.: Armin Krämer